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Was einige Schmuck-Eremiten an Weihnachten taten

In einem Garten gibt es neben Pflanzen und Bäumen, Wegen und Beeten, Hütten und Zäunen auch eines: Dinge, die nicht nützlich aber schmückend sind. Für derlei Zwecke bietet der Markt für Gartenzubehör allerhand feil. Buddhas mit typischer Ü-45-Figur – also mit verstärkter Leibesmitte – führen diesen Markt an. Diesen folgen dicht diverse Drachen aus Kunstharz, deren Figur vielleicht etwas sportlicher erscheint, deren Gute-Laune-Gesichter jedoch dazu einladen, einmal etwaige Reste eines Silvesterraketen-Sortiments unter deren Po zu entzünden. Wer also attraktive Schmuckfiguren im Garten sucht, sollte nicht unbedingt in einer Gartendekorations-Fachabteilung danach suchen. Auch in meinem Garten erfüllen Figuren schmückende Aufgaben. Sie machen den Job hervorragend, kamen aber über den Flohmarkt in den Garten, nachdem böse Kinder ihr Interesse an ihnen verloren hatten.

Figuren mit Schmuck-Job wurden vor langer Zeit auch als Schmuck-Eremiten bezeichnet. Im 18. Jahrhundert wurden dafür Menschen  engagiert, damit sie die damals so beliebten Landschaftsparks mit mehr Atmosphäre erfüllen. Gerne haben diesen Job alte Männer ausgeführt, die bei angeordnet spärlicher Körperhygiene die Besucher der Landschaftsgärten mit ihrem kuriosen Anblick unterhalten sollten. Später haben diesen Job dann getöpferte alte Männer erfüllt, die von nun an Gartenzwerge hießen. In meinem Garten arbeiten kleine verzwergte Dinosaurier als Schmuckeremiten. Klein sind die Dinosaurier deshalb, weil sie unter die Farne im Waldgartenbeet passen müssen. Der Schmuck-Job erfordert die Anwesenheit der eremitischen Dinosaurier vor allem im Frühling, Sommer und Herbst.

Was haben die eremitischen Dinosaurier zu Weihnachten gemacht? Sie haben sich vom Schmuck-Eremitentum erholt und gefeiert. Dazu wurde zuvor erst einmal ausgiebig gebadet.

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Schmuck-Eremiten-Star „T-Rex“ wurde im Herbst auf dem Rücken gar von einer Schnecke verunreinigt. Da musste eine Menge Schaum lange einwirken um die Sauerei zu entfernen.

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Ein echter Schmuck-Eremit ist nicht pingelig, auch nicht bei der Wahl der Waschgelegenheiten.

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Das Ergebnis wird eitel bestaunt.

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Und dann wurde es unter den eremitischen Dinosauriern feierlich. Einmal kein Wurmfarn und keine Stinkende Nieswurz unter dem Apfelbaum als Ort der Versammlung. Ein eigener Weihnachtsbaum erfüllt die Dinosaurier mit Freude am Ende des vergangenen arbeitsreichen Jahres.

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Und sowohl die Gartenbesitzerin als auch ihre fleißigen Schmuck-Eremiten wünschen nun denen, die der Blumisterei wohlgesonnen sind, tolle Weihnachten gehabt zu haben und für die Nacht von Samstag auf Sonntag einen guten Rutsch in das neue Jahr!

2 Kommentare

  1. Vio sagt:

    Hach, da möchte man gleich Schmuck-Eremit werden! Alles Liebe für Dich und die Dinos zum neuen Jahr!

  2. Uschi Feldmann sagt:

    Dieser Beitrag geht wirklich ans Herz liebe Stefanie. Welch begabte und eifrige Akteure! Ein gutes neues Jahr Dir und Deinen Gartenbewohnern.
    Uschi

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